Arnold Zweig
Der Streit um den Sergeanten Grischa

Buch


Taschenbuch

Größe: 110 x 185 x 25 mm
Gewicht: 182 Gramm

Fotos

81316 81315 81296

Info



Fischer Taschenbuch | 1977 | deutsch

Über dieses Buch:
»Der Streit um den Sergeanten Grischa«, 1917 konzipiert, 1921 als Drama niedergeschrieben, 1917 in der Frankfurter Zeitung vorabgedruckt, 1928 in hoher Auflage als Buch, wurde in 17 Sprachen übersetzt und ging in die zeitgenössische Weltliteratur ein, ehe es 1933 von den Nazis verbrannt wurde.

Es ist die Geschichte vom Sergeanten Grischa Iljitsch Paprotkin, der es 1917 in der deutschen Kriegsgefangenschaft nicht mehr aushalten kann, flieht, von Babka, die ihn liebt, mit dem Paß eines toten Soldaten ausgestattet und von der deutschen Militärpolizei aufgegriffen wird. Es entsteht ein Streit um den Sergeanten Grischa, und viele Hunde raufen sich um diesen Knochen: Der noble General von Lychow, Kriegsgerichtsrat Dr. Posnanski, Generalmajor Schieffenzahn, die Paragraphen, der ganze Krieg. Grischa, der hier in den Mechanismus des deutschen Kriegsrechts und der Politik gerät, ist zum Symbol geworden wie Schweik.
»Über Sdie Gesinnung des tapferen Friedenssoldaten Arnold Zweig ist nicht zu reden. Das Buch könnte, bei stärkster pazifistischer Wirkung, schwach sein - es ist sehr stark. Es wird wahrscheinlich mehr Menschen zum Nachdenken über das Wesen des Krieges bringen als alle Propagandaaufsätze der letzten Jahre - es bohrt sehr tief und wendet sich an ganz einfache Empfindungen; es sagt gewissermaßen: >Wir beide wollen uns doch nichts vormachen, wie -?< Endlich einmal wird der Krieg gar nicht diskutiert, sondern mit einer solchen Selbstverständlichkeit abgelehnt, wie er und seine Schlächter das verdienen. Erst heute -?«
(Kurt Tucholsky 1927)