Sibylle Knauss - Charlotte Corday - Buch

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Roman
In der Anfangsphase der Französischen Revolution hatten die gemäßigten Republikaner, die Girondisten, das politische Übergewicht. Diese Partei, mit der Charlotte Corday sympathisierte, verlor ihren Einfluss aber immer mehr an die radikale jakobinische Bergpartei (Montagnards). In Caen erlebte Charlotte Corday die politischen Kämpfe aus der Sicht der Provinz, die zu den Girondisten tendierte und den extremen Montagnards abgeneigt war. Sie las gemäßigte Journale wie den Courrier français und das Journal von Charles Frédéric Perlet. Im Laufe der immer gewaltsamer werdenden Ausschreitungen sah sie ihre aufklärerischen Ideale verraten. Ende Mai/Anfang Juni 1793 wurde der Nationalkonvent von bewaffneten Sansculotten umstellt und durch diese Machtdemonstration die Girondisten gestürzt. 18 ihrer geächteten Vertreter flohen nach Caen, wo sie vorerst sicher waren. Dort hielten sie politische Versammlungen ab und planten, bewaffneten Widerstand gegen die Jakobiner zu leisten. Zu ihnen gehörten bedeutende Deputierte wie Buzot, Salle, Pétion, Barbaroux und Louvet.

Einigen Treffen der in Caen versammelten Girondisten wohnte die als attraktive, braunhaarige Frau geschilderte Charlotte Corday bei und war über die Wirren, die ihr Vaterland erschütterten, anscheinend tief bewegt. Sie entschied sich dazu, selbst und allein zu versuchen, das Blutregime der Jakobiner zu beenden. Einen Führer der Jakobiner, Jean Paul Marat, betrachtete sie als den Hauptübeltäter, der durch seine Nähe zum Volk dieses manipuliere und es zu unzivilisierten Gräueltaten und Morden aufhetze, so etwa in seiner verbreiteten Zeitschrift L?Ami du Peuple. Nun wollte sie Marat, die in ihren Augen treibende Kraft hinter den Septembermorden und der Vernichtung der Girondisten, damit also den Hauptverantwortlichen für die Schreckensherrschaft töten. Offenbar glaubte sie, dass die alleinige Beseitigung des ohnehin bereits sehr kranken Marat, dessen Einfluss sie weit überschätzte, genüge, um eine Konterrevolution einzuleiten und Frankreich so zu retten. Sie hielt ihre vielleicht schon seit längerem geplante Mordtat nicht für einen kriminellen, sondern ? wie sie in ihrem anschließenden Prozess betonte ? patriotischen Akt, um einen Beitrag zur Wiederherstellung des Friedens in ihrem Vaterland zu leisten. Dafür war sie bereit, ihr Leben zu opfern. Ihren Mitbürgern warf sie in einem im Gefängnis verfassten Brief mangelnde Zivilcourage vor. https://de.wikipedia.org/wiki/Charlotte_Corday#Marats_Ermordung
Leineneinband
ISBN13: 9783455038637 ISBN10: 3455038638
Hoffmann und Campe | 1988 | 287 Seiten | deutsch

Zustand:
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Schutzumschlag: Gebraucht - Mit Gebrauchsspuren -> mit Knicken und Kratzern, leicht verschmutzt


Jean Paul Marat, Charlotte Corday, Attentat, Französiche Revolution

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Dieser Artikel wurde am Samstag, 25. Juni 2011 im Shop aufgenommen.



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